Die Zinsen für Dispositionskredite (Dispo) steigen bei vielen Banken trotz sinkender Leitzinsen kaum. Aktuell liegen die Sätze im Durchschnitt zwischen 9,5 % und 12,5 % p.a., bei einigen Instituten sogar bei über 14 %.
Die Berechnung erfolgt taggenau auf den Betrag, mit dem Sie im Minus sind. Die Formel lautet:
(Minusbetrag × Zinssatz × Tage) / (360 × 100) = Zinskosten
Angenommen, Ihr Konto ist für 15 Tage um 1.000 € überzogen. Der Zinssatz Ihrer Bank beträgt 11 %.
1.000 € × 11 × 15 / 36000 = 4,58 €
Das klingt nach wenig. Aber wenn das Minus zum Dauerzustand wird ("Dauerdispo"), summieren sich diese Beträge über das Jahr massiv. Ein Dispo-Rechner hilft Ihnen, diese versteckten Kosten sichtbar zu machen.
Der Dispo ist nur für kurzfristige Engpässe (wenige Tage) gedacht. Wenn Sie dauerhaft im Minus sind, verschenken Sie Geld. Es gibt 2026 zwei klare Auswege:
Ein Ratenkredit ist deutlich günstiger als der Dispo. Während der Dispo 12 % kostet, liegen Ratenkredite 2026 oft bei 4,5 % bis 6,5 %.
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Banken wie die C24 Bank (ca. 7,5 %) oder die ING bieten oft deutlich niedrigere Sätze als klassische Filialbanken.
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Was ist ein "geduldeter Überziehungskredit"?
Wenn Sie über Ihren vereinbarten Dispo-Rahmen hinaus Geld abheben, verlangen Banken oft "Strafzinsen" von 15 % bis 18 %. Vermeiden Sie dies unbedingt!
Kann die Bank den Dispo kündigen?
Ja, ein Dispo kann jederzeit mit einer Frist gekündigt werden. In diesem Fall muss der gesamte Betrag sofort zurückgezahlt werden – oft ein finanzieller Genickbruch. Eine rechtzeitige Umschuldung schützt Sie davor.